Der Autoführerschein

Der häufigste Führerschein in Deutschland

Der Autoführerschein ist der beliebteste Führerschein in Deutschland. Jedes Jahr machen über 800.000 Personen den Führerschein in der Klasse B, BF17, BE und B96.

Knapp die Hälfte der Führerscheinneulinge ist unter 18 Jahren alt und hat damit am begleiteten Fahren ab 17 (BF17) teilgenommen.

Die Auto-Führerscheinklassen

B, BF17, BE und B96

Unter der Gruppe der Autoführerscheine werden die folgenden Führerscheinklassen zusammengefasst: B, BF17, BE und B96.

Bei BE und B96 handelt es sich um Anhängerführerscheine.

Zur Klasse B gibt es die Unterklassen B78, mit der nur Automatikfahrzeuge gefahren werden dürfen, und B197, die Automatik- und Schaltausbildung kombiniert.

Infos zum begleiteten Fahren ab 17 (BF17) findest du hier.

Infos zum Automatikführerschein (B78) und zur kombinierten Automatik- und Schaltausbildung (B197) findest du hier.

Infos zu den Anhängerführerscheinen (B96, BE) findest Du hier.

Führerscheinklasse B
Allgemein Infos

  • Mindestalter: 17 Jahre beim Begleiteten Fahren ab 17 (BF17). 18 Jahre beim Direkterwerb. Die Theorieprüfung kannst du bereits 3 Monate vorher ablegen, die praktische Prüfung 1 Monat vor deinem Geburtstag.
  • Unterlagen/Dokumente: Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und biometrisches Passbild
  • Befristung: keine. Jedoch ist der Führerschein nur 15 Jahre gültig. Spätestens dann musst du ein neues Dokument beantragen, das dann wieder 15 Jahre gültig ist.
  • Prüfungen: Für den B-Führerschein musst du eine erfolgreiche Theorie- und Praxisprüfung ablegen.
  • Das darf ich mit dem B-Führerschein fahren: Kraftfahrzeuge, ausgenommen Motorräder der Klassen A1, A2 und A, mit einem zulässigen Gesamtgewicht (zG) von max. 3.500 kg und max. 8 Personen außer dem Fahrer
  • Diese Führerscheinklassen erhältst du automatisch mit dem B-Führerschein: AM (Kleinkrafträder bis 80 ccm) und L (kleiner Traktorführerschein).
  • Anhängerregelung: Anhänger mit einem Gesamtgewicht von max. 750 kg sind immer erlaubt. Anhänger mit einem Gesamtgewicht über 750 kg sind erlaubt, wenn das Gesamtgewicht der Fahrzeugkombination max. 3.500 kg beträgt.
  • Besonderheit: Wenn du bei der Anmeldung noch nicht volljährig bist, müssen deine Eltern der Ausbildung zustimmen (Unterschrift auf Ausbildungsvertrag).
  • Weitere Besonderheiten: Dreirädrige Kraftfahrzeuge (Trikes) dürfen im Inland gefahren werden, über 15 kW Leistung aber erst ab 21 Jahren.

Führerscheinklasse B:
Die Ausbildung

Theorie

In deiner theoretischen Führerscheinausbildung wirst du mit den Grundlagen des Fahrens und den Verkehrsvorschriften vertraut gemacht. Der Theorieunterricht umfasst dabei den Grund- und Zusatzstoff. Der Grundstoff beinhaltet den allgemeinen Prüfungsstoff, der für alle Führerscheinklassen gilt. Der Zusatzstoff beinhaltet die besonderen Anforderungen der jeweiligen Fahrzeugklasse.

Beim Grundstoff in Klasse B/BF17 musst du insgesamt 12 Doppelstunden á 90 Minuten besuchen, um zur Theorieprüfung zugelassen zu werden. Besitzt du bereits eine Fahrerlaubnis, reduziert sich der Grundstoff auf 6 Doppelstunden.

Zudem musst du beim Zusatzstoff mindestens 2 Doppelstunden á 90 Minuten besucht haben.

Dabei gilt: Hast du Probleme bei einem bestimmten Thema, z. B. den Vorfahrtregeln, darfst du dir den Stoff selbstverständlich auch noch ein zweites Mal im Unterricht anhören. Bei den oben genannten Stunden handelt es sich um die mindestens vorgeschriebenen Stunden.

Praxis

Neben den normalen Fahrstunden, in denen du dich mit dem Auto und den Verkehrsvorschriften vertraut machst, gibt es Sonderfahrten, die gesetzlich vorgeschrieben sind und ohne die du nicht zur praktischen Prüfung zugelassen wirst. Sie dienen dazu, das Unfallrisiko bei Fahranfängern auf Autobahnen, Landstraßen und bei Dunkelheit zu senken und dürfen erst gegen Ende der praktischen Ausbildung durchgeführt werden. Eine praktische Pflichtstunde dauert 45 Minuten.

In Klasse B/BF17 umfassen diese Sonderfahrten unter anderem 5 Ausbildungsstunden Überlandschulung, davon eine Fahrt, in der du mindestens zwei Stunden á 45 Minuten am Stück absolvierst. Zudem sind 4 Ausbildungsstunden auf Autobahnen vorgeschrieben, davon ebenfalls eine Fahrt mit mindestens einer Doppelstunde. Der dritte Block Sonderfahrten ist bei Dämmerung oder Dunkelheit abzuleisten. Hier sind 3 Ausbildungsstunden vorgeschrieben, die zu mindestens der Hälfte auf Autobahnen, Bundes- oder Landstraßen zu absolvieren sind.

Auch hier gilt übrigens: Es handelt sich bei den Stunden lediglich um Mindeststunden. Du kannst selbstverständlich mehr Fahrstunden nehmen.